CALW-HIRSAU. Im Klostermuseum sind bis 23. August Zeichnungen und Aquarelle des Hirsauer Malers Gustav Bäuerle zu sehen, darunter auch seltene Exponate.
Der 1909 in Langenbrand geborene Sohn eines Lehrers hat weit über 1000 vorwiegend aquarellierte Zeichnungen geschaffen, die hauptsächlich nach seiner Pensionierung entstanden sind.
Schon nach dem Abitur hat Gustav Bäuerle die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie Stuttgart abgelegt, folgte aber dem Rat seines Vaters, nicht auf die „brotlose Kunst“ zu setzen, sondern besser ein Architekturstudium aufzunehmen. Wobei Bäuerle bald merkt, dass Architektur und Malerei sich durchaus ergänzen.
Der Zeichenblock ist deshalb auch während des Studiums und bei den Praktika in den Semesterferien sein ständiger Begleiter. So entstehen viele Gelegenheitszeichnungen und Aquarelle. Es verwundert auch nicht, dass sein berufliches Wissen in die malende Tätigkeit einfließt. Viele architektonische Perlen seiner Heimat Calw und Hirsau finden sich deshalb in seinen Zeichnungen und Aquarellen wieder.
Später kommen zu den Werken auch Bilder von Landschaften, Blumen und anderen Motiven hinzu. „Sein Malstil ist unverkennbar und er hat in versteckter Atmosphäre in dem Haus in Hirsau gearbeitet, das er 1940 für seinen Vater entworfen und gebaut hatte“, stellt der Calwer Stadtarchivar und Museumsleiter Paul Rathgeber anerkennend fest, der den Künstler persönlich kannte. Gustav Bäuerle, der seit 1967 Mitglied der deutsch-französischen Künstlergilde „Ligne et couleur“ war, starb im Juni 2003.
In Erinnerung und als Hommage an seinen 100. Geburtstag, sind ausgewählte Exponate aus dem Besitz der Stadt Calw zu sehen.
Ergänzt wird die Ausstellung mit Leihgaben der Hirsauer Galerie Aurelius von Hans Böhmler und anderer privater Sammler. Dabei werden auch Unikate präsentiert, die bisher noch nie öffentlich ausgestellt worden sind, wie die beim Fernsehen entstandenen 20 Skizzen „MenschensKinder“.
Die Ausstellung ist täglich von 14 -17 Uhr, außer montags, zu besichtigen.


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