15. März 2010

Bilanz 2009 für den Kreis Calw: 2595 Unfälle, 13 Tote und 5,5 Millionen Euro Schaden

von Redaktion RegioNews CW

KREIS CALW. Im Kreis Calw gab es  im vergangenen Jahr 2595 polizeilich aufgenommene Unfälle. Das waren 65 weniger als 2008. Auch bei den Unfalltoten war mit 13 eine verunglückte Person weniger zu verzeichnen. Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf rund 5,5 Millionen Euro geschätzt.

Bei den Ursachen der Unfälle, die sich gleichmäßig über den gesamten Landkreis verteilten, belegen nicht angepasste Geschwindigkeit, nicht beachten der Vorfahrt und Alkoholeinwirkung traditionell die vorderen Plätze.

Bergungsarbeiten nach einem Unfall bei Bad Herrenalb

Bergungsarbeiten nach einem Unfall bei Bad Herrenalb

Bei den 13 tödlich verunglückten Personen handelt es sich um sieben Fahrer eines Personenwagens und einen Mitfahrer, drei Motorrad-Fahrer, den Fahrer eines Sattelzuges sowie einen Fußgänger. Mit 112 waren 2009 neun Schwerverletzte weniger zu verzeichnen, die Zahl bei den Leichtverletzten stieg um 17 auf 437.

Bei der Risikogruppe der jungen Fahrer und bei den Motorrad-Fahrern haben sich die Zahlen im Vergleich zu 2008 verschlechtert. Die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren, stieg um 23 auf 79. Das bedeutet eine Zunahme um mehr als 40 Prozent.

Aus diesem Grund wird in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf das Verkehrsverhalten der Zweirad-Fahrer gelegt. Im Rahmen eines Biker-Gottesdienstes am 16. Mai in Calw sucht die Polizei in einem ganz anderen Rahmen den persönlichen Kontakt zu Motorrad-Fahrern.

Junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren war an 405 Verkehrsunfällen beteiligt und haben davon 252 selbst verursacht. Die Folgen fielen überproportional schlecht aus. Drei junge Menschen verloren ihr Leben auf den Straßen des Landkreises, 34 wurden schwer- und 136 Personen leicht verletzt. In 20 Fällen war Alkohol im Spiel.

Bei Verkehrsunfällen, die unter Alkohol- und/oder Drogeneinwirkung verursacht wurden, war der Rückgang von 82 auf 70 Unfälle auffällig hoch. Bei diesen 70 Unfällen zählte die Polizei einen Toten, 11 Schwer- und 28 Leichtverletzte.

176 Verkehrsteilnehmer wurden von der Polizei bei sogenannten folgenlosen Alkoholfahrten erwischt. 67 Autofahrer standen unter Drogeneinfluss. Dabei handelt es sich grundsätzlich um jüngere Verkehrsteilnehmer.

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