KREIS CALW. Tuberkulose ist auch in der heutigen Zeit noch eine Krankheit, die tödlich verlaufen kann. Im vergangenen Jahr wurde im Kreis Calw bei sieben Menschen die Erkrankung festgestellt. Davon hatten drei die offene, sehr ansteckende Form.
Auffällig ist, dass in Baden-Württemberg die Erkrankungen an Tuberkulose insgesamt abnehmen, aber dafür die Zahl der mikroskopisch offenen, das heißt sehr ansteckenden Tuberkulosen ansteigt. Waren es in 2008 noch 19,7 Prozent, so stieg die Zahl in 2009 auf 25 Prozent an.
Tröpfcheninfektion stellt den häufigsten und somit wichtigsten Übertragungsweg dar. Weitaus seltener ist die Übertragung über den Blutweg oder über Organe (bei Transplantationen) oder über andere Körpersekrete. Ist die Krankheit bestimmt, stehen die Heilungschancen sehr gut. Über einen längeren Zeitraum verschiedene Medikamente verabreicht.
Patienten mit offener Tuberkulose können ihre Umwelt schützen, indem sie beim Husten und Niesen stets ein frisches Papiertaschentuch vor Mund und Nase halten und beim Sprechen nicht zu nahe an ihren Gesprächspartner herangehen. Nach Möglichkeit sollten sie alleine in einem gut gelüfteten Raum schlafen
Die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland ist rückläufig. Trotzdem erfordert die Tuberkulose besonders wegen der Zunahme der resistenten Keime gegen die Tuberkulosemedikamente weiterhin Beachtung.
Der Beginn einer Erkrankung verursacht manchmal uncharakteristische Beschwerden. Bei Symptomen wie Husten über mehrere Wochen, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Nachtschweiß und leichtem Fieber sollte unbedingt Kontakt mit einem Arzt aufgenommen werden.
Weitere Informationen zur Tuberkulose gibt es unter der Telefonnummer 07051 / 160-942.


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