28.03 2011

Kreis Calw: Blenke als einziger in den Landtag gewählt – Stimmen zur Wahl (UPDATE)

von Redaktion RegioNews CW

KREIS CALW. Der Landkreis Calw ist statt bisher mit drei nur noch mit einem Abgeordneten im baden-württembergischen Landtag vertreten: Thomas Blenke (CDU) behält laut Statistischem Landesamt seinen Sitz im Parlament. Für Beate Fauser (FDP) ist nach 15 Jahren, sprich: drei Legislaturperioden, Schluss. Dr. Rainer Prewo (SPD) war seit 2006 dabei.

Stimmen zur Wahl

Thomas Blenke (CDU): Die CDU im Kreis Calw ist mit dem Ergebnis hochzufrieden so Blenke, denn die Zahlen aus 2006 konnten wieder erreicht werden. Er sprach seinen Wählern einen großen Dank aus und: „Das Ergebnis im Kreis zeigt, die Bürger wollen keinen Grünen Ministerpräsidenten.“ Man werde der neuen Regierung ein Land mit Spitzenwerten übergeben.

Philipp Jourdan (Grüne): Der Erstkandidat im Kreis Calw feierte im Schwarzen Schaf in Ottenbronn und freute sich, dass die Grünen nun endlich auch an der Regierung beteiligt sind und die Zukunft nun Grün sei. Spitzenkandidat Winfried Kretschmann hat Jourdans Unterstützung sicher.

Beate Fauser (FDP): Beate Fauser zeigte sich nicht geknickt von dem schlechten Ergebnis. Sie sei nicht enttäuscht sagte sie, denn es sei teilweise schon abzusehen gewesen. Sie will aber auch künftig dafür sorgen, dass die FDP im Kreis Calw aktiv bleibt.

Dr. Rainer Prewo (SPD): Rainer Prewo hielt sich gar nicht lange mit freudigen Worten auf, sondern formulierte gleich die anstehenden Ziele der SPD. Die Kindergärten werde man künftig mehr unterstützen und die Facharbeiterausbildung vorantreiben.

UPDATE Montag, 28. März

Eine ausführliche Wahlbetrachtung liefert der SPD-Kreisverband am Tag nach der Wahl:

„Der Kreis Calw wird künftig nur noch von einem Abgeordneten vertreten sein, und der ist Mitglied einer Oppositionsfraktion“, umschrieb die Kreisvorsitzende Saskia Esken die neue Lage für den Kreis am späteren Wahlabend.

Doch zuerst kam natürlich der bisherige Abgeordnete und frühere Nagolder Oberbürgermeister Rainer Prewo zu Wort, der nach seinem Besuch bei der Wahlparty in Calw noch zu den Genossen in Nagold wechseln wollte, die eine Feier im Restaurant Burg vorbereitet hatten. Prewo bedankte sich bei allen Wählerinnen und Wählern, die ihm und den Sozialdemokraten mit ihrer Stimme das Vertrauen ausgesprochen haben. „Wir haben einen themenbezogenen, sachlichen und überaus engagierten Wahlkampf führen können, und mein ganz besonderer Dank gilt natürlich all jenen, die uns dabei in den vergangenen Wochen unterstützt haben.“

Im SPD-Laden in Calw stand am frühen Abend bei der Übertragung der Hochrechnungen die Freude über den lang ersehnten Wechsel im Vordergrund. „Wir dürfen uns darauf freuen, dass in den kommenden Jahren Sozialdemokraten in Stuttgart ihren Beitrag zu einer sozial akzentuierten, modernen und zukunftsorientierten Politik leisten, die den Dialog und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sucht.“ formulierte Saskia Esken, die Rainer Prewo als Zweitkandidatin im Wahlkampf zur Seite gestanden war.

Später am Abend überwog dann doch auch das Bedauern über den Verlust des Mandats für Prewo, bisher immerhin wirtschaftspolitischer Sprecher der Stuttgarter SPD-Landtagsfraktion. Leider konnte auch in allen anderen Wahlkreisen des Nordschwarzwaldes kein Kandidat der künftigen roten und grünen Regierungsfraktionen ein Mandat erringen.

Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis und in der Region dürfen nach den Worten der Sozialdemokraten im Kreis dennoch darauf vertrauen, dass für eine gute und kraftvolle Vertretung des ländlichen Raums und insbesondere des Nordschwarzwalds in der baden-württembergischen Landespolitik gesorgt wird. Gerade der ländliche Raum müsse sich modernisieren, müsse weiterentwickelt und gestärkt werden, wenn er nicht immer weiter an Bevölkerung und damit an Bedeutung verlieren wolle. Saskia Esken: „Gegen die derzeit hohe Anziehungskraft, die die Ballungsräume auf junge Familien ausüben, muss der ländliche Raum bei allem Charme eine Modernisierungsoffensive setzen. Dafür wollen wir uns weiterhin im Kreis Calw, aber auch bei der neuen Regierung in Stuttgart einsetzen.“

 


Auf Facebook kommentieren |

Was halten Sie davon?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung und unterhalten Sie sich mit anderen über das Thema.

Kommentar schreiben


Abonnieren Sie den RSS Feed für Kommentare. So werden Sie bei neuen Beiträgen informiert.

TrackBack-URL