19.08 2011

Kreis Calw: Der Borkenkäfer nagt – was tun?

von Redaktion RegioNews CW
Borkenkäfer

KREIS CALW. Zwar war im letzten Sommer die Witterung für den Fichtenborkenkäfer (Buchdrucker) so ungünstig, das er trotz extremer Trockenheit in diesem Frühjahr nicht sofort zuschlagen konnte. Mittlerweile sind die Käfer aber fleißig am Werk. Waldbesitzer sollten laut Landratsamt befallene Bäume zügig bearbeiten beziehungsweise bei starkem Befall entfernen.

Bei stark befallenen Bäumen sind die roten, vertrockneten Baumkronen bereits deutlich erkennbar. Bei benachbarten, leicht befallenen Bäumen sind die Kronen oft noch grün, während sich am Kronenansatz kaum sichtbar die Rinde löst.

Privatwaldbesitzer sollten zügig die sichtbar befallenen Bäume entfernen und die benachbarten gründlich auf helles bis braunes Bohrmehl unter den Rindenschuppen untersuchen. Die Gipfel sollten ebenfalls mit aufgearbeitet werden, da auch diese Brutraum darstellen. Zur Orientierung, die Käfer ziehen vor allem in der Hauptwindrichtung durch die Baumbestände.

Sind in den aufgearbeiteten Stämmen noch Schädlinge vorhanden, sollte eine Vorausflugspritzung mit den derzeit zugelassenen Mitteln erfolgen. Spritzen dürfen nur Personen mit Sachkundenachweis (Forst- und Landwirte). Im PEFC zertifizierten Privatwald (FBG) muss das Ausbringen von Pflanzenschutzmittel dokumentiert werden.

Eine gute Nachricht für Waldbesitzer ist, dass der Holzpreis zum 3. Quartal wieder etwas angezogen hat. Privatwaldbesitzer, die die derzeit noch gute Konjunktur für einen Holzeinschlag in ihrem Wald ausnutzen und den preisgünstigen Service der Kreisforstverwaltung beim Holzanweisen (36ct/ Fm) und Holzverkauf (Aufnahme, Fakturierung und Verkauf zus. 1,73 Euro) in Anspruch nehmen möchten, sollten sich rechtzeitig mit denen für sie zuständigen Revierleitern in Verbindung setzen.

(Bild: Simone / pixelio.de)


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