CALW. Nach dem Brand der Erlacher Höhe in Calw fordern die Grünen im Landtag eine Rauchmelderpflicht für Wohngebäude in Baden-Württemberg.
Die baupolitische Sprecherin Edith Sitzmann sagte: „Rauchmelder retten Leben, mehr Rauchmelder retten mehr Leben. Wir brauchen eine Rauchmelderpflicht, die auch für private Wohngebäude gilt. Da Wirtschaftsminister Pfister das ausweislich der von ihm vorgelegten Novelle der Landesbauordnung nicht einsieht, appelliere ich an meine Kollegen im Landtag: Lassen Sie uns im Herbst einen Beschluss der Vernunft und für das Leben durch eine Rauchmelderpflicht treffen.“
Bereits in sieben Bundesländer, aber auch in Großbritannien oder Norwegen, gebe es Pflichten für den Einbau von Rauchmelden auch in privaten Wohngebäuden. Überall sei die Zahl der Brandtoten deutlich zurückgegangen, beispielsweise in Großbritannien um 4 Prozent.
Auch der Landesfeuerwehrverband hatte sich Ende Mai an die Abgeordneten aller Fraktionen gewandt mit der Bitte, die Landesbauordnung entsprechend zu ändern.
Edith Sitzmann: „In Wohngebäuden brennt es meistens nachts. Die herunter gefallene Zigarette oder der defekte Herd in einer Wohnung gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das des Nachbarn. Obwohl Rauchmelder effektiv schützen und nur wenig kosten, haben Appelle an den freiwilligen Einbau bisher nicht viel gebracht. Es ist doch ganz eindeutig, dass hier die Schutzpflicht des Staates gefordert ist.“
(Quelle: Pressemitteilung der Grünen-Landtagsfraktion)
[...] Unter dem Eindruck des Brandes in Calw: Grüne im Landtag fordern Rauchmelderpflicht [...]